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Palliativpflege – für einen würdevollen Abschied – Was verbirgt sich hinter Palliative Care Nursing

Der Tod ist ein Bestandteil des Lebens. Damit totkranke Menschen, die an Krebs im Endstadium oder anderen degenerativen Krankheiten leiden, einen würdevollen, schmerzfreien letzten Weg beschreiten können, gibt es die Palliativmedizin. Sie kümmert sich vorrangig um die Leidenden und ihre Angehörigen und nimmt den Sterbenden einen großen Teil ihrer Schmerzen und ihrer Angst. Sie bemüht sich außerdem mit psychologischer Unterstützung um deren Angehörige.

Gerade Menschen, die nicht über die Möglichkeit verfügen, im Kreis ihrer Angehörigen zu sterben, haben Angst davor, bei ihrem Tod alleine zu sein. Die palliative Medizin kann die Symptome nicht mehr verbessern, aber sie kann zumindest die Angst durch Begleitung bis hin zum Tod verringern und dem Sterbenden ein schmerzfreies, würdevolles Ableben ermöglichen. Wo die moderne Medizin nicht mehr zu helfen vermag, greift die palliative Medizin ein. Somit trägt sie ihren Teil dazu bei, dass die menschliche Würde unangetastet bleibt.

Das Leiden verringern

Da ein Sterbeprozess bereits am Tag der Diagnose beginnt, kann es sich dabei nicht nur um Wochen oder Monate, sondern sogar um Jahre handeln. Ein Eingreifen durch palliative Medizin ermöglicht es daher, Abläufe zu besprechen und den Angehörigen den Umgang mit dem unheilbar Kranken zu erleichtern. Das ist vor allem deshalb notwendig, weil das Wissen um den Verlust oder um den eigenen unvermeidlichen Todes unweigerlich zu Ängsten, Depressionen und Fragen führen kann.

Jeder der bereits einen geliebten Menschen verloren hat, sei es nun durch eine so heimtückische Krankheit wie Krebs oder durch eine andere Todesart, weiß wie sehr dieses Erlebnis traumatisieren und erschüttern kann. Es ist daher erforderlich, nicht nur dem Patienten an sich, sondern auch den Angehörigen in dieser schwierigen Zeit zur Seite zu stehen. Die palliative Medizin ermöglicht es den Menschen daher, zu verstehen und sich zudem auf einen würdevollen Abschied vorzubereiten.

Sterbebegleitung und Palliativpflege

Auch wenn es zunächst nach Sterbebegleitung klingt, besteht zwischen der Sterbebegleitung und der Palliativpflege ein Unterschied. Die Palliativpflege an sich, bemüht sich vom Tag der Diagnose an um das komplette Umfeld des Betroffenen. Sie integriert sich mit psychologischer Hilfe, spirituellem Verständnis und einem kompletten Pflegeprogramm, um die Zeit bis zum Abschied so menschlich und würdevoll wie möglich zu gestalten. Die Sterbebegleitung dagegen, begleitet die Menschen nur zum Abschied.

Palliative Medizin besteht größten Teils aus karitativen und ehrenamtlichen Tätigkeiten. In Deutschland gibt es, laut dem Deutschen Hospiz- und Palliativverband, aktuell etwa 1.500 ambulante Einrichtungen. Davon sind 214 stationäre Hospize für Erwachsene.

250 Palliativstationen und über 270 SAPV-Teams übernehmen die verantwortungsvolle Aufgabe der Palliativpflege. Auch in der Palliativpflege ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Hausarzt wichtig. Sollte ein akuter Fall von Entzündungserscheinungen oder einer drastischen Verschlechterung des Zustandes des Sterbenden eintreten, so muss auf jeden Fall eine zumindest vorübergehende Verlegung in ein Krankenhaus gewährleistet werden können.

24h Pflege in Palliativpflege on September 13 2017 » Comments are closed