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Häusliche Pflege contra Krankenhaus – der Vorteil der eigenen vier Wände

Krankenhäuser sind für die meisten Menschen schon im gesunden Zustand ein Ort, den sie nur ungern besuchen. Es riecht nach Putzmitteln, Chemie und Medikamenten. In der Notwendigkeit darauf angewiesen zu sein, ist für viele Menschen deshalb ein absoluter Alptraum. Dasselbe gilt, im Fall einer Krebserkrankung, auch für eine Krebsklinik. Andere Patienten mit dem gleichen Krankheitsbild zu sehen, ist nicht nur ernüchternd, sondern im Regelfall auch sehr niederschmetternd. Man wird zum einen damit konfrontiert, was dem eigenem Körper gerade geschieht und zum anderen erschreckt es die meisten zutiefst und sie werden depressiv. Man bekommt also mehr negative Eindrücke, als es zu Hause der Fall wäre. Deshalb ziehen die meisten Patienten – außer im absoluten Notfall – die Pflege in den eigenen vier Wänden dem Aufenthalt in einer Klinik vor. Dort kennt man sich aus, man fühlt sich wohl und vor allem sicher.

Normalität ist wichtig

Zuhause vermittelt trotz der Erkrankung ein Gefühl von Normalität. Man fühlt sich weniger als Patient als in einem Krankenhaus. Der psychische Aspekt einer Pflege im eigenen Haushalt besteht vor allem darin, dass der tägliche Ablauf, die Routine nicht aus dem Gleichgewicht gerät. Das morgendliche Ritual des Aufstehens, das Zähne putzen und das Waschen sind vor dem heimischen Spiegel im eigenen Bad einfacher als vor einem Fremden im Krankenhaus, genau wie das Schlafen im eigenen Bett Vertrauen erweckender ist als in fremder Umgebung.

Hier weiß der Patient, wo sich alles befindet und behält das Gefühl, doch noch Herr seiner Lage zu sein. Es kann gerade bei schwerwiegenden Erkrankungen wie Krebs helfen, die Krankheit einzudämmen oder zumindest die Therapie leichter zu ertragen. Wissenschaftliche Studien bestätigen, dass Menschen, die zu Hause gepflegt werden, eine höhere Motivation zur Gesundung aufweisen als jene, die stationär behandelt werden.

Was es dennoch zu beachten gilt

Dank der modernen Technik ist es heutzutage möglich, auf Knopfdruck Hilfe anzufordern. Daher ist eine umfassende Pflege im Prinzip jederzeit gewährleistet. Leider hängt diese auch noch von verschiedenen anderen Aspekten ab. Die hiesigen Krankenkassen übernehmen meist einen Großteil der Gerätschaften, die für eine Pflege zuhause notwendig werden. Des Weiteren übernehmen sie außerdem noch, bis zu vier Wochen, die Kosten für eine häusliche Pflege.

Die Sanitätshäuser und Apotheken bieten in diesem Fall einen Lieferservice an. Da mehrere sozialrechtliche Fragen hierbei ebenfalls eine Rolle spielen, ist eine gute Absprache in jedem Fall unerlässlich. Als Ansprechpartner bieten sich das Deutsche Rote Kreuz oder die Diakonie an. Die Krankenkassen geben in der Regel, auf Nachfrage, Broschüren zu allen wichtigen Punkten, die es zu beachten gilt, heraus. Ist der notwendige Papierkram erledigt und der Hausarzt zeigt sich einverstanden, steht einer Pflege zuhause nichts mehr im Weg.

24h Pflege in Häusliche Pflege on September 12 2017 » Comments are closed.