jump to content immediately

Was geschieht bei einer Chemotherapie? – der Kampf beginnt

Ist die Diagnose Krebs erst einmal gestellt, sitzt der Schock tief. Diese Krankheit versetzt jeden Betroffenen und dessen Angehörige in Angst und Panik. Der Gang zur Beratung ist unvermeidlich. Bei einer empfohlenen Chemotherapie wird hier erklärt, was in einer solchen passiert und welche Maßnahmen eventuell noch getroffen werden müssen. Zunächst einmal ist eine Chemotherapie abhängig von der jeweiligen Gesamtverfassung des Patienten.

Leider verschweigen manche Ärzte ihren Patienten, dass eine Chemotherapie niemals den gesamten Krebs besiegt, sondern nur die Symptome verringert und das Wachstum des Krebses verlangsamt oder eindämmt. Das hat zur Folge, dass die Betroffenen sich zum Teil Hoffnungen auf vollständige Heilung machen, die im Fall eines Rückfalls unweigerlich zu zusätzlicher psychischer Belastung führt.

Zytostatika und Arten der Chemotherapie

Die Chemotherapie ist eine medikamentöse Therapie, in der sogenannte Zytostatika verwendet werden. Dieser Stoff zielt darauf ab, dass die Krebszellen in Ausbreitung und Wachstum gestoppt werden.

Außerdem unterscheidet man zwischen vier unterschiedlichen Chemotherapien mit unterschiedlicher Wirkung. Die Kurative Chemotherapie wird eingesetzt, wenn möglichst alle Krebszellen beseitigt und eine dauerhafte Heilung erzielt werden soll. Diese Art der Behandlung wird bei Krebs im Anfangsstadium eingesetzt.

Die Adjuvante Chemotherapie versucht Krebszellen zu erreichen, die nach einer Operation möglicherweise im Körper verblieben, aber auf den ersten Blick nicht nachweisbar sind. Dies ist eine unterstützende Therapie (Target Therapie) und soll Rückfälle verhindern.

Die Neoadjuvante Chemotherapie ist eine Art der Chemotherapie, die das Wachstum der Tumore verkleinern soll, wenn sie für eine Operation bereits zu groß sind.

Die letzte und wohl traurigste Form heißt Palliative Chemotherapie. Sie kommt zum Einsatz, wenn nur noch Schmerzen gelindert und Entzündungen verhindert werden können, es aber für alles weitere zu spät ist.

Reparatur des Immunsystems

Ist die Chemotherapie überstanden und der Krebs in seinen Wachstum vorübergehend eingeschränkt oder möglicherweise ganz verschwunden, beginnt für den Körper die Phase der Regeneration. Schäden und Nebenwirkungen, die durch die Chemotherapie aufgetreten sind, müssen nun behoben werden. Da das Immunsystem durch die Zytostatika geschwächt wurde, kann dieser Prozess einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Schleimhäute müssen sich erholen, die Haare nachwachsen und die Fingernägel härten.

Wer glaubt, dass eine Chemotherapie spurlos abläuft, der ist auf dem Holzweg. Eine Chemotherapie hat immer Nebenwirkungen, die sich unterschiedlich auf den Organismus auswirken. Je nachdem, wie es um die Selbstheilungskräfte des Betroffenen beschaffen ist, nimmt eine komplette Regeneration dementsprechende Zeit in Anspruch. Meistens bleibt es jedoch nicht bei einer Behandlung. Da eine 100-prozentige Heilung durch eine Chemotherapie, in den meisten Fällen ausgeschlossen ist, muss sie gegebenenfalls wiederholt werden. Jeder, der eine Chemotherapie macht, sollte seinen Körper daher unterstützen, diese Zeit zu überstehen.

24h Pflege in Chemotherapie on November 03 2017 » Comments are closed.